Virtual PC – VHDs verkleinern

13. August 2012

Virtuelle PCs erfreuen sich immer höherer Beliebtheit. So nutze ich inzwischen diese virtuellen Freunde sehr oft, wenn ich Software teste. Der entscheidende Vorteil: das Windows, mit dem ich täglich arbeite, bleibt davon unberührt (der Host-PC). Leider führt es dazu, dass die virtuelle Festplatte, eine große Datei auf dem Host-PC, immer größer wird, obwohl hin und wieder Dateien gelöscht werden. Es gibt aber einen Weg, wie man die Festplatte wieder kleiner bekommt:

  1. Zunächst muss man im Gast-PC, also im virtuellem PC, alle unnötigen Dateien löschen. Ich verwende hierfür immer CCleaner.
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  2. Als Nächstes wird ScanDisk ausgeführt. Hierzu im Explorer mit der rechten Maustaste auf die zu verkleinernde Festplatte im Gast-PC klicken, dann auf Eigenschaften
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    …dann auf Jetzt defragmentieren… klicken
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    …dann bei (1) und (2) klicken und los geht’s:
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    Hier werden alle noch vorhandenen Dateien an den Anfang der Festplatte verschoben. Ist der Defragmentierer fertig, sieht es so aus:
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  3. Das von Virtual PC mitgelieferte Tool precompact als ISO-Abbild einer CD einbinden:
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    Die ISO befindet sich im Verzeichnis C:\Program Files\Windows Virtual PC\Integration Components\ (bei einem 32-Bit Windows 7).

  4. Das auf der nun im virtuellen PC auf CD liegende Programm ausführen…
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    …und mit Ja bestätigen:
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    Es läuft das Präparieren der virtuellen Festplatte im Gast-PC:
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    Wenn alles ok war:
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  5. Alle Programme schließen und den virtuellen PC herunterfahren.
  6. Auf dem Host PC unter Einstellungen des virtuellen PCs die Festplatte auswählen und auf Ändern… klicken:
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    und dann auf Virtuelle Festplatte komprimieren:
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    und anschließend auf Komprimieren klicken:
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    Der Komprimierer arbeitet nun:
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    Hat alles geklappt, sieht es so aus:
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Ergebnis einer zweiten Test-Installation:

Vorher: 25,68GB
Nachher: 23,41GB

Der Gewinn an Festplattenplatz auf dem Host-PC hängt sehr stark vom vorher im virtuellen PC befindlichem Zustand ab. Wer viel testet, installiert und wieder deinstalliert, kopiert und wieder löscht, wird einen höheren Gewinn feststellen, als wenn man nur in der virtuellen Maschine arbeitet und kaum Daten entfernt.


Fehlermeldung bei Google Drive

6. August 2012

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Ahh ja…


Cloud-Speicher im Heimnetz verfügbar machen

14. Juli 2012

Mittlerweile gibt es einige Cloud-Dienste, die kostenlosen Speicher bereitstellen wie zum Beispiel Dropbox oder Box.net. Wenn man mehrere PCs im Haus hat, muss man aber nicht auf jedem die verschiedenen Cloud-Dienste installieren. Das übernimmt sehr bequem ein Server im Haus.

Hier werkelt ein Windows Home Server mit der Software Gladinet Cloud Desktop. Alle erwünschten Dienste sind auf dem Server installiert und zeigen auf ein lokales Verzeichnis auf dem Server (2). Das Mutterverzeichnis (1) aller synchronisierten Verzeichnisse (2) wird als Freigabe im Netzwerk (3) bereitgestellt, auf das alle User Zugriff haben können.

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Auf einem Client-Rechner kann man im Explorer unter Netzwerk (1) die Freigabe „Cloud“ (2) sehen und die Unterverzeichnisse zeigen auf die jeweiligen Cloud-Dienste (3):

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Mit den entsprechenden Apps auf mobilen Devices kann dann unterwegs bequem auf die Daten zugegriffen werden. Für iOS gibt es z.B. für Dropbox, Box.net und SkyDrive sehr gute Apps:

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Für schwächere Netbooks oder ältere Rechner ist diese Lösung eine prima Sache.


Synchronisierte Einkaufsliste für iPhone und iPad

14. Juli 2012

Schon lange war ich auf der Suche nach einer App mit der man mehrere Geräte via Internet Einkaufslisten synchronisieren kann. Nach langem Suchen bin ich nun fündig geworden: Buy me a Pie. Die App gibt sowohl für das iPhone als auch dem iPad.

Nach dem Registrieren…

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…können die Einkaufslisten bereits synchronisiert werden. Die App bringt schon einige Waren in einer globalen Liste mit, die alphabetisch…

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…oder nach Warengruppe sortiert sind:

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Waren, die nicht in der Liste aufgeführt sind, können hinzugefügt werden:

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Ist man im Supermarkt und liegt die Ware im Einkaufswagen, kann man durch Tippen auf das Wort (hier Tabasco) den Eintrag aus der Liste streichen (wandert durchgestrichen nach unten):

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Fazit: Das Zusammenspiel zwischen iPad (zu Hause) und iPhone (unterwegs) klappt hervorragend. Nach ein paar Sekunden sind die Listen synchron und man kann nichts vergessen.

Wird die Liste aktualisiert, erscheint auf dem Startschirm des iPhones per Push ein Hinweis. So geht keine Information verloren.

Einziges Manko: Bei mehreren Wörtern wird nur das erste Wort groß geschrieben (siehe Thai Curry Paste). Ein kleiner Fehler, den man aber leicht verschmerzen kann.


Syncing.NET Filesharing Edition

14. Juli 2012

Für den Test von Syncing.NET 3 Filesharing Edition habe ich folgende Konfiguration gewählt:

Alle Windows-PCs liefen in einer VM unter VirtualBox und dem Host-OS Windows 7 64-Bit. Es wurden insgesamt 4 virtuelle PCs im Test verwendet:

Startkonfiguration von PC1

Windows 7 64-Bit (User 1), Syncing.NET Filesharing Edition 3
Keine Sync-Daten im Verzeichnis; es liegen 2 Einladungen von PC 2 (auch User 1) vor:

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Einladung auf PC 1 von PC 2, hier das Verzeichnis „Backup“:

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Startkonfiguration von PC2

Windows 7 64-Bit (User 1), Syncing.NET Filesharing Edition 3
2 Verzeichnisse als Sync-Daten sind eingerichtet:

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Startkonfiguration von PC3

Windows 7 32-Bit (User 2), Syncing.NET Filesharing Edition 3
1 Verzeichnis „Portable“ bereit zum Sync:

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Startkonfiguration von PC4

Windows XP 32-Bit (auch User 2), Syncing.NET Business Edition 4 (Trial)
Keine Sync-Daten im Verzeichnis; es liegt 1 Einladung von PC 2 (User 1) vor:

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Zunächst werden nach dem Einrichten der Sync-Ordner die Einladungen an die anderen PCs erstellt. Sollen nur die PCs mit eigenem Account (die selbe Mail-Adresse) Sync-Ordner teilen, dann genügt der Haken bei „Eigene PCs einladen“:

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Sollen weitere User (andere Accounts) eingeladen werden, dann muss der zweite Haken bei „Personen mit anderen Nutzerkonto einladen“ gesetzt werden:

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Sync-Ordner vom selben User annehmen

Eine Einladung von PC 3 erscheint auf dem Desktop von PC 4 rechts unten (beides der selbe User):

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Durch Klicken auf Annehmen wird die Einladung angenommen. Nun kann man unter verschiedenen Zieloptionen wählen:

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Da der Sync-Ordner in einem bestehenden Pfad erstellt werden soll, habe ich die mittlere Option gewählt. Nach Bestätigen der nächsten Dialoge ist der neue Sync-Ordner von PC 4 bereit:

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Sync-Ordner von anderem User annehmen

Eine Einladung eines anderen Users sieht man bei Syncing.NET auf zweierlei Arten. Hier hat User 2 den User 1 eingeladen, den Ordner „Portable“ für das Synchronisieren anzunehmen.

Wir können entweder im Hauptfenster auf Beitreten klicken…

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…oder rechts unten auf Annehmen:

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Bei mehreren Einladungen merkt sich Syncing.NET den letzten Ziel-Ordner und bietet ihn gleich an. So spart man sich ein paar Klicks:

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Overlay-Icons

Im Hauptfenster zeigen sogenannte Overlay-Icons den Status der Ordner an:

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Grün zeigt an, dass alle Dateien im Sync-Ordner enthalten sind. Rot bedeutet, dass noch Dateien synchronisiert werden müssen. Auch im Explorer wird der Status angezeigt:

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Sync-Wiederaufnahme nach Neustart

Wurde die Synchronisierung noch nicht abgeschlossen, so wird diese nach einem Neustart automatisch fortgesetzt. Das Programmsymbol (weißer Haken im grünen Kreis) wird im Tray rechts unten neben der Uhr angezeigt:

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Transferstatus anzeigen

Im Hauptfenster wird unten der Status von Up- und Download angezeigt:

Bild für Upload (Pfeil nach oben) und

Bild für Download (Pfeil nach unten).

Geht man mit der Maus über das Programmsymbol rechts neben der Uhr, so zeigt ein kleines Fenster den aktuellen Status an. Hier ist bereits alles fertig synchronisiert:

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Ein Klick mit der rechten Maustaste und dann auf Übertragungsstand zeigt den aktuellen Verlauf an:

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Microsoft Outlook

Ist Outlook installiert, wird ein weiterer Reiter angezeigt (siehe Unterschied bei den Test-PCs 1 (=User 1) und 3 (=User 2)).

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Jedoch ist in der Filesharing-Lizenz eine Synchronisation von Outlook-Daten nicht vorgesehen:

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Bandbreitenbegrenzung

Bei langsamen Internetverbindungen kann die Up- und Download-Bandbreite begrenzt werden, um andere Verbindungen nicht zu stören. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf das Programmsymbol und dann Steuerung neben der Uhr zeigt diese Möglichkeiten:

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Auch kann hier die Übertragung für eine voreingestellte Zeit ausgesetzt werden.

 


 

Fazit

Die Software ist sehr einfach zu bedienen. Wer kein Outlook hat und einfach nur Daten zwischen verschiedenen PCs synchronisieren möchte, ist hier bei der richtigen Software.

Auch innerhalb von einer Familie oder kleineren Firmen (z.B. bei Homeoffice oder von unterwegs) können Daten zwischen verschiedenen Usern synchron gehalten werden.

Verschiedene Editionen der Software (Filesharing und Business) können ohne Probleme zusammen betrieben werden.

Die Software ist kompatibel zu Windows XP und 7 sowie 32- und 64-Bit.


Mind. 6 Hinweise auf Malware per E-Mail

30. April 2012

Heute bekamt ich eine E-Mail. Nichts Besonderes unter den vielen digitalen Briefen. Aber ein paar Hinweise deuteten klar auf einen Betrugsversuch hin. Hier mal der Screenshot der Mail:

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Und hier die Indizien als Beispiel:

  1. Der Absender ist mir unbekannt. Hier gilt immer sofort: Augen auf und E-Mail kritisch lesen!
  2. Unter den Empfängern ist ein mir unbekannter Name bzw. eine unbekannte Mailadresse. Ich selbst fehle als Empfänger. Also Achtung!
  3. „Unser Konto“ – aber welches? In der E-Mail ist keines angegeben.
  4. Einen Julian Wagner als Absender (vergleiche 1.) kenne ich nicht. Und von welcher Firma soll er sein? Kein Firmenlogo? Keine Adresse? Verdächtig….
  5. „…aktuelle Rechnung für den Monat Mai.“ Also eine Art Abo oder so. Aber welches Abo habe ich, das monatlich bezahlt werden soll? Keines angegeben -> verdächtig.
  6. Klar, eine *.exe im Anhang. Doppelklick und es macht Zoom!

Also immer genau hinschauen! Nicht einfach klicken und denken mich trifft es nicht, ich habe ja einen Virenscanner und Spamfilter. Hehe, diese E-Mail kam durch. Durch GMX und eine käufliche Security Suite!

Bedenke: der beste Schutz ist das eigene Hirn!

PS: hier das Ergebnis nach dem manuellem Check:

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Trojanische Pferde, Würmer und sonst noch fieses Zeug finden sich in solchen E-Mail. Also vorher lesen, kritisch überlegen und bei Verdacht lieber löschen als hinterher den Ärger beseitigen.


Dokumentenmanagement mit amagno

7. April 2012

amagno ist ein Dokumentenmanagement für KMU und Privatleute. Privateleute können die Cloud von amagno nutzen – es wird ein firmeneigener Server im Internet zur Verfügung gestellt – und Firmen können eine Serverlösung kaufen.

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Die Anwendung amagno teilt sich in 3 Teile auf:

  1. Die User werden in Gruppen und Kontakten aufgeteilt. Hier können auch Mitteilungen innerhalb einer Gruppe ausgetauscht werden.
  2. Die Dokumentenübersicht – gegliedert nach Stichworten.
  3. Die Eigenschaften des aktuell ausgewählten Objekts – Toolbox genannt.

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Innerhalb einer Gruppe sind die einzelnen Kontakte mittels Symbolen angezeigt. Ein roter Punkt zeigt an, dass der User offline ist; ein grüner dass er online ist:

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Bei den Kontakten/Usern kann man zwischen Administratoren und Benutzern unterscheiden und somit unterschiedliche Rechte vergeben. Die Rechte selbst sind nicht einstellbar.

Im Dokumentenmanagement-Fenster werden die einzelnen Magnete angezeit. Anhand dieser Magnete (sie beinhalten Tags/Stichwörter)werden die Dokumente angezogen bzw. zugeordnet. Im Beispiel habe ich 5 Themen und 2 Jahrgänge eingerichtet. amagno durchsucht die Dokumente und ordnet diese den jeweiligen Stichwörtern/Tags zu:

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Unter 1) sind die Magnete zu sehen und im Bereich 2) die Dokumente. Bei „Alle Inhalte“ werden alle Dokumente innerhalb einer Gruppe angezeigt. Klickt man auf einen Magneten so werden nur die zugeordneten Dokumente zum jeweiligen Tag angezeigt:

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Klickt man neben dem User-Namen auf den Pfeil, so klappt ein kleines Menü auf, das die Erreichbarkeit samt Einstellungen anzeigt:

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In einer Gruppe kann man so seinen Status stets angeben. Unter Profil werden rechts in der Toolbox die Eigenschaften eines Users angezeigt, so zum Beispiel das noch freie Datenvolumen auf dem Cloud-Server.

Eine Volltextsuche ermöglicht das Suchen von Texten in allen Dokumenten:

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Ein neuer Magnet ist schnell mit einem übersichtlichem Dialog definiert:

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Über UND bzw. ODER-Verknüpfungen können Stichworte in Dokumente gesucht werden, anhand derer amagno dann die Dokumente den einzelnen Magneten zuweisen kann. amagno speichert alle Dokumente auf dem Server. Lokale Kopien sind somit nicht mehr notwendig.

Magnete können auch untergruppiert werden, so dass hier über Ebenen hinweg eine Struktur erzeugt werden kann:

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Die Regeln der Magnete können in der Toolbox jederzeit geändert werden.

Änderungen sind als Mitteilungen dokumentiert. In der Mitte oben ist die Anzahl der neuen Mitteilungen angezeigt:

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Mitteilungen sind bei amagno neue Regeln, neue Dokumente oder Nachrichten von anderen Kontakten.

Weitere Informationen sind über die Webseite und Facebook-Seite abrufbar. Dort sind auch Lernvideos online.

Updates werden beim Programmstart automatisch erkannt und

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…durchgeführt. Beim ersten Start und optional auch weiterhin zeigt amagno per Wizard eine kleine Hilfe; dies erleichtert den Start des Dokumentenmanagements.

amagno wurde unter Windows 7 32- und 64-Bit getestet und lief ohne Probleme.

Das Datenvolumen im privaten Bereich beträgt standardmäßig 1GB für jeden Kontakt. Zurzeit läuft eine Aktion auf der Facebook-Seite, bei der das Datenvolumen auf 3GB erhöht werden kann.

Mögliche Verbesserungen:

  • Das Kennwort beim Anmeldedialog sollte optional gespeichert werden können.
  • Den Anmeldedialog nicht permanent in den Vordergrund stellen. Dadurch können z.B. Passwortsafes nicht benutzt werden, wenn der Dialog das Programm immer überdeckt.
  • Auf Netbooks mit reduzierter vertikaler Bildschirmauflösung die Dialoge anpassen.
  • Verschieben von Magneten per Drag&Drop in der TreeView.
  • Unter Einstellungen auswählen, ob die Anwendung beim Minimieren in der Superbar verbleibt oder nur im Tray angezeigt wird.
  • Unter Einstellungen auswählen, ob beim Beenden die Anwendung wirklich beendet werden soll oder nur minimiert.

Ansonsten ist das Programm mit seinem Konzept durchaus gelungen. Für Familien ist die kostenlose Cloud-Version durchaus interessant und einen Blick wert.